Vor 2 Tagen bin ich auf Chip.de auf dieses Tool gestoßen. FILEminimizer Pictures 2.0 kann, wie der Name schon vermuten lässt, Bilder optimieren und in ihrer Größe verkleinern. Eigentlich kostet das Tool 25€, doch am 25. April konnte man es sich für 24 Stunden kostenlos auf Chip.de runterladen.
Was mich anfangs abschreckte, waren die relativ schlechten Bewertungen (47% positiv und 53% negativ), die dieses Programm bekommen hat. Ich sollte vielleicht erwähnen, dass ich nicht der Typ Mensch bin, der sich sofort neu entdeckte Tools installiert. Ich installiere nur etwas, wenn es dringend nötig ist, da ich meinen Computer nicht zumüllen will mit irgendwelchen Programmen. Aber hierbei dachte ich mir: “Wieso nicht mal ausprobieren und somit theoretisch 25€ sparen?” Gesagt getan. Auf der Entwicklerseite registriert, per Mail den Bestätigungscode bekommen und schon konnte es losgehen.
Für mich als Blogger ist es sehr wichtig, die Größe der hochgeladenen Bilder gering zu halten, da ich schließlich nicht Unmengen an Webspace zur Verfügung habe. Deswegen habe ich bislang immer alle Bilder in Photoshop geöffnet und sie “Für Web und andere Geräte” gespeichert, also alle möglichen Meta-Daten gelöscht, die in der Bilddatei enthalten waren. Mit diesem Vorwissen bin ich auch an FILEminimizer rangegangen: Ich dachte es löscht sämtliche Meta-Daten.
Auf Chip.de steht, dass man seine Fotos um bis zu 98% komprimieren kann, was für mich von vornherein unmöglich klang. Ich ziehe also ein Bild in das Programm, klicke auf “Optimiere Dateien” und falle fast vom Hocker, als er mir eine Ersparnis von 2,80MB anzeigt. Allein durch das Löschen der Meta-Daten ist so etwas unmöglich, dadurch kann man höchstens ein paar hundert KB rausholen. Also habe ich angefangen und die beiden Bilder (das Ausgangsbild wird nicht automatisch durch das optimierte ersetzt, allerdings lässt es sich einstellen!) zu vergleichen um zu sehen, wie gut das optimierte Bild letzten Endes aussieht. Wenn ich ehrlich sein soll war ich ziemlich erstaunt. Klar sieht man bei näherer Betrachtung und unter Zoom kleine Verpixelungen, aber wenn man sich die Bilder in der Originalgröße miteinander vergleicht, fällt kaum etwas auf. Ich habe hier für euch ein Beispiel. Links das ursprüngliche Bild (lediglich auf 1024 x 1536 Pixel verkleinert) und rechts daneben das optimierte Bild mit Hilfe der “Standard-Optimierung“.
Und? Seht ihr einen gravierenden Unterschied? Eben, auf den ersten Blick sehen die Bilder genau gleich aus, wahrscheinlich auf den zweiten auch noch. Zwischen diesen Bildern liegen immerhin 720KB! Wie gesagt, wird die Verpixelung erst sichtbar, wenn man das Bild vergrößert. Damit ihr einen Eindruck davon bekommt, habe ich das auch gleich mal für euch erledigt und auf die Schnelle einen Teil des Weihnachtsmannes vergrößert:
Links wieder das normale Bild und rechts der Ausschnitt der optimierten Version. Um die Schrift herum kann man eine leichte Verpixelung feststellen, die aber meiner Meinung nach vollkommen klargeht.
Die Handhabung des Programms ist auch sehr einfach: man zieht entweder per Drag-n-Drop eine oder mehrere Bilddateien in den Bereich “zu optimierende Dateien“, oder klickt auf “Hinzufügen” und wählt die Bilder dann aus. Dann wählt man zwischen 3 vorgegeben Komprimierungsmöglichkeiten (Web/E-Mail Komprimierung, Standard-Komprimierung oder Druck-Komprimierung) aus, und klickt auf “Optimiere Dateien“. Nach einer kurzen Berechnungszeit werden dann die Reduktion in % und die eingesparten Bytes angezeigt.
Wer einen genaueren Blick auf die Benutzung und die Einstellungsmöglichkeiten haben möchte, der kann dies in der Chip.de-Fotostrecke machen. Aber glaubt mit, schwer ist das Programm nicht zu bedienen.
Letzten Endes bleibt mir nur zu sagen, dass ich mit dem Programm bislang sehr zufrieden bin und ich es jedem empfehlen würde. Wenn ihr irgendwo im Internet auf eine solche Aktion, wie es sie auf Chip.de gegeben hat, stößt, dann downloadet euch das Programm und testet es selbst. Soweit ich weiß, kann man in der Demo-Version nur 20 Bilder optimieren lassen, danach muss man sich die Vollversion kaufen. Sehr schade! Sollte ich ein ähnliches Programm in nächster Zeit finden, das kostenlos ist, werde ich natürlich hier darüber berichten.
Ähnliche Artikel:
08:45
Ihr Artikel ist schön.
nicht alle können mit Photoshop arbeiten (1941 geboren)
und man spart auch viel Zeit. :-)
a.bernard